Futuro

Die Vereinigung Futuro wurde am 17. Januar 1920 von Eduard Fankhauser in Biel als “Sportverein ‘FUTURO’ Biel” (S.V.F.B.) gegründet. Er bezweckte “die körperliche und geistige emporhebung, sowie die gemeinsame besserstellung seiner mitglieder.” (Wie der Futuro wurde, S. 30) Zu den Aktivitäten der Vereinigung gehörten Berg-, Rad- und Wassersport zur Körperertüchtigung, Aufklärung der Jugend durch Vorträge und persönlichen Verkehr, der Kampf gegen Genussmittel sowie ein eigenes Orchester. Im Frühling 1922 gründete Fankhauser eine Ortsgruppe in Genf. Im April 1923 folgte eine weitere Vereinigung mit dem Namen “FUTURO Bern”, da der Sport nicht die Hauptsache sein sollte, sondern eine allgemeine Lebenserneuerung. Die Gruppe beschäftigte sich insbesondere mit dem Studium der Weltsprache Ido, der Freiwirtschaft, Fusswanderungen, Gesang und Volkstänzen. Ebenfalls 1923 gründete Fankhauser eine Bundesstelle. Mit einem Flugblatt wurde nun in den Werken von Werner Zimmermann für die Vereinigung geworben.

Am 27. April 1924 fand eine erste Futuro-Tagung in Bern statt. Inzwischen definierte sich Futuro als Bund junger Menschen, die sich

1. durch die persönliche überwindung innerer hemmungen: gegenseitige ehrlichkeit und giftfreie naturgemässe lebensweise,
2. durch gemeinsame überwindung äusserer hemmungen: einführung der Freiwirtschaft Silvio Gsells, als freie, sonnige persönlichkeiten entfalten wollen.

Sein Organ war Zimmermanns Zeitschrift [[Tau]], die seit Mai desselben Jahres erschienen ist und regelmässig über die Vereinigung berichtete.

Heute besteht noch der “Wanderklub FUTURO Biel” (auch “Wanderklub Futuro”). Er bezweckt, die sittliche, körperliche und geistig-seelische Entwicklung ihrer Mitglieder zu fördern und die Pflege freundschaftlicher Beziehungen unter den Mitgliedern. Diesen Zweck sucht die Vereinigung zu erreichen “durch die Herrschaft des Geistigen über das Materielle im Menschen”, und zwar:

1. Durch die Vereinigung von Menschen beiderlei Geschlechts, die das nackte Baden in Wasser, Luft und Sonne als natürlich und gesund betrachten. Sie erblickt darin einen wesentlichen moralischen und ethischen Erziehungsfaktor, der entscheidend zur Befreiung und Aufwärtsentwicklung des geistig-seelischen, wie des körperlichen Menschen beiträgt.
2. Durch vegetarische Ernährung.
3. Durch Abstinenz von allen alkoholischen Getränken.
4. Durch Enthaltung von Nikotin und anderen Genussmitteln.


Hinweise auf Quellen, Veröffentlichungen einer Person, Literatur und Links sind nur Mitgliedern zugänglich. Zudem wird bei einer Mitgliedschaft keine Werbung eingeblendet. Der Mitgliederbeitrag beträgt einmalig CHF 5.00.

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Letzte Änderung: 15. April 2012