Monte Verità

1900 kauften Henri Oedenkoven und Ida Hofmann einen Hügel oberhalb Asconas, auf dem sie die vegetarische Kolonie und das Naturheilsanatorium Monte Verità gründeten.

1923 erwarb Werner Ackermann zusammen mit Hugo Wilkens und Max Bethke die Siedlung auf dem Monte Verità. Bereits 1926 verkauften sie diese an Baron Eduard von der Heydt.

Der Monte Verità ist heute Eigentum des Kanton Tessin und wird von der Stiftung Monte Verità verwaltet. Diese führt ein Konferenzzentrum bestehend aus einem Hotel mit Kongressinfrastruktur, einem Restaurant, dem von Harald Szeemann eingerichteten Museum über die Geschichte des Monte Verità und einer Parkanlage. Die Konferenzen wiederum werden vom Centro Stefano Franscini (CSF) veranstaltet, dem Konferenzzentrum der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ), das im Stiftungsrat vertreten ist.

Frühe Literatur über den Monte Verità: Jules Chancel: Les naturistes du Monte Verità. In : L’Illustration, Nr. 3361, 27. Juli 1907, S. 58-59. Online auf der Website Gusto Gräser (unter Seitenplan > Jules Chancel 1907, Les Naturistes du Monte Verità). – Ida Hofmann: Monte Verità. Wahrheit ohne Dichtung. Lorch 1906. – Adolf Grohmann: Die Vegetarier-Ansiedelung in Ascona und die sogenannten Naturmenschen im Tessin. Referate und Skizzen. Marhold, Halle a. S. 1904. Neuauflage als Faksimile herausgegeben und mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen von Hanspeter Manz. Ascona 1997.

Literatur
- Kaj Noschis, Monte Verità. Ascona et le génie du lieu [Le savoir suisse], Lausanne 2011.
- Ulrike Voswinckel, Freie Liebe und Anarchie. Schwabing – Monte Verità. Entwürfe gegen das etablierte Leben, München 2009.
- Andreas Schwab und Claudia Lafranchi (Hrsg.), Sinnsuche und Sonnenbad. Experimente in Kunst und Leben auf dem Monte Verità, Zürich 2002.
- Martin Green, The Mountain of Truth. The Counterculture Begins, Ascona, 1900-1920. New Hampshire 1986.
- Monte Verità. Berg der Wahrheit. Lokale Anthropologie als Beitrag zur Wiederentdeckung einer neuzeitlichen sakralen Topographie, Agentur für geistige Gastarbeit, Harald Szeemann, Civitanova Marche, Tegna und Milano 1978.
- Robert Landmann, Ascona – Monte Verità. Auf der Suche nach dem Paradies, von Ursula Wiese überarbeitete und ergänzte Ausgabe, unter Mitarbeit von Doris Hasenfratz, neu herausgegeben mit einem Nachwort versehen von Martin Dreyfuss, Frauenfeld, Stuttgart, Wien 2000.

Links
- Monte Verità, Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia.
- Monte Verità, Website der Stiftung Monte Verità.
- Centro Stefano Franscini
- Monte Verità, Eintrag von Andreas Schwab im Historischen Lexikon der Schweiz.


Letzte Änderung: 1. Dezember 2011