Vera Skoronel (eigentlich Vera Laemmel), * 28. Mai 1906 in Zürich, † 24. März 1932 in Berlin.
Skoronels Vater Rudolf Lämmel hat sich als Autor von zahlreichen populärwissenschaftlichen Schriften einen Namen gemacht. Ihre Mutter Sonja stammte aus Russland, ihr Vater war Pavel B. Aksel’rod (Paul Axelrod, 1849/50-1928), ein führender Ideologe der Menschewiken. Zu tanzen begann sie an der Kinderballettschule des Stadttheaters Zürich, danach wurde sie in der Zürcher [[Laban-Schule]] vor allem von Suzanne Perrottet und Käthe Wulff ausgebildet. 1921 besuchte sie drei Monate lang die Loheland-Schule, danach die Schule von [[Wigmann, Mary|Mary Wigman]] in Dresden.
1924 übernahm sie die Tanzleitung der Vereingten Bühnen in Oberhausen, Gladbach und Hamborn, der ersten deutschen Tanzgruppe an einem Thetaer, die ausschliesslich dem Neuen Tanz verpflichtet war. 1925 übernahm sie für sechs Monate die Tanzleitung am Landestheater Darmstadt. 1926 gründete sie eine eigene Tanzschule mit Berthe Trümpy in Berlin und führte deren Tanzgruppe. 1927 gab sie in Berlin ihren ersten Soloabend und im selben Jahr hatte sie einen Soloauftritt auf dem 1. Deutschen Tänzerkongress in Magdeburg. Zusammen mit Trümpy leitete sie den den Sprech- und Bewegungschor für die Aufführung Der gespaltene Mensch an der Berliner Volksbühne.
Am 5. Oktober 1930 fand an der Berliner Volksbühne eine Tanzmatinée mit Vera Skoronel und ihrer Gruppe statt. Ebenfalls 1930 war sie als Vertretung für Wigman im Totenmal vorgesehen. Zu ihren Schülerinnen gehören etwa Charlotte Bara, Hedwig Künzi oder Dvora Bertonoff.
