Steiner, Marie

Marie Steiner (von Sievers), * 14. März 1867 in Wlotzlawek (Polen), † 27. Dezember 1948 in Beatenberg.

Marie von Sievers verbrachte ihre Jugendzeit in St. Petersburg. Von 1895 bis 1897 studierte sie Rezitationskunst am Conservatoire in Paris, anschliessend nahm sie in St. Petersburg dramatischen Unterricht. Durch Edouard Schuré, den elsässischen Dichter, dessen Werke Die Kinder des Luzifer, Die grossen Eingeweihten und Die Heiligtümer des Orients sie übersetzte, kam sie mit der Theosophie in Berührung. 1900 lernte sie in Berlin Rudolf Steiner kennen. 1923 wurde sie Mitglied des Vorstands der durch Steiner neubegründeten Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und Leiterin der Sektion für redende und musikalische Künste der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, Goetheanum. Nach dem Tod von Steiner 1925 begann sie mit einem durch sie gebildeten Schauspiel-Ensemble zunächst die vier Mysteriendramen Steiners einzustudieren. Ab 1926 stand der Sprech-Chor des Goetheanums unter ihrer Leitung. Sie verwaltete den gesamten Nachlass Steiners und veröffentlichte bis zu ihrem Tode einen grossen Teil des Vortragswerkes.


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Letzte Änderung: 16. April 2012