Surén, Hans

Hans Surén, * 10. Juni 1885 in Berlin, † 17. Februar 1972 in Berlin, Offizier, Sportschriftsteller und Pionier der Freikörperkultur.

Als Sohn eines Hauptmannes im Grossen Generalstab und Nachkomme von Vorfahren, die seit Friedrich II. von Preussen im Heere dienten, schlug Surén eine Offizierslaufbahn ein. Im 1. Weltkrieg diente er als Oberleutnant in Kamerun, kam 1915 in englische Gefangenschaft und wurde 1917 in die Schweiz ausgetauscht und bald nach Deutschland entlassen. Seit 1945 lebte er zurückgezogen in Berlin-Wilmersdorf und arbeitete an einem Werk mit dem Titel Sinn unseres Lebens.

Veröffentlichungen: Kampf um Kamerun. Garua. Berlin 1934. – Schwunggymnastik. Von Spannung und Lösung, Verstand und Seele, Motorik und Rhythmik, von der Kraft in der Hemmung, von richtiger und falscher Erziehung. Stuttgart 1928. – Der Mensch und die Sonne. Stuttgart 1922. – Selbstmassage, Pflege der Haut. – Surén-Atemgymnastik. – Gymnastik mit Sportgerät.

Literatur: Marc Cluets: Hans Surén, maître gymnaste de la République de Weimar, ou l’art de la jonglerie idéologique. In: Linke und rechte Kulturkritik. Interdiskursivität als Krisenbewusstsein. Schriften zur politischen Kultur der Weimarer Republik, 8. Hrsg. von Gilbert Merlio, Gérard Raulet. Peter Lang, Frankfurt/M. u.a. 2005. – Karl Toepfer: Empire of Ecstasy. Nudity and Movement in German Body Culture, 1910-1935. Berkeley 1997. Online: Empire of Ecstasy. – Von der ersten Surén-Woche. In: Licht, Luft, Leben, 20. Band, 1924, Heft 10, S. 144-145.


Letzte Änderung: 10. April 2010