Sophie Taeuber (Sophie Henriette Gertrude Taeuber), * 19. September 1889 in Davos-Platz, † 12. Januar 1943 in Zürich, Tänzerin und Textilkünstlerin.
Sophie Taeubers Vater Emil Taeuber stammte aus einer Apothekerfamilie in Mogilno (ehemals Preussen), der seine Lehre bei einem Apotheker in Davos abgeschlossen und dessen Tochter geheiratet hatte. Sophie sowie ihr Bruder Hans und ihre Schwester Erika wurden als Deutsche geboren.
Im November 1915 lernte sie anlässlich einer Ausstellung in einer Zürcher Galerie Hans Arp kennen. 1916/17 besuchte sie bei Rudolf von Laban in Zürich Kurse für Ausdruckstanz und trat mit seiner Gruppe auf. Mit einem von Hans Arp entworfenen Kostüm tanzte sie 1917 auf einem Fest bei Mary Wigman. Im gleichen Jahr tanzte sie anlässlich der Eröffnung der Dada-Galerie in Zürich mit einer schamanistischen Maske von Marcel Janco zu Gedichten von Hugo Ball. Im August beteiligten sich die Laban-Tänzer und -Tänzerinnen am Ordo Templi Orienti-Kongress in Ascona. Am 20. Oktober 1922 heiratete sie Hans Arp im Tessiner Dorf Pura.
Ausstellungen
- Sophie Taeuber-Arp. Gestalterin Architektin Tänzerin. Museum Bellerive, Zürich. 23. Februar bis 20. Mai 2007.
Literatur: Erica Kessler: Sophie tanzt. In: Sophie Taeuber-Arp. Katalog Aarau 1989, S. 76-86.- Sophie Taeuber – Hans Arp. Künstlerpaare – Künstlerfreunde. Dialogues d’artistes – résonances. Katalog zur Ausstellung im Kunstmuseum Bern, 2. September bis 6. November 1988, Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp, Rolandseck, 17. November 1988 bis 31. Januar 1989, Von der Heydt-Museum, Wuppertal, 10. Februar bis 31. März 1989. – Fritz Hofer, Sonja Hägeli: Zürcher Personen-Lexikon. 800 biographische Porträts aus zwei Jahrtausenden. Zürich 1986. S. 311.
Link
- Sophie Taeuber-Arp, Eintrag von Annermarie Bucher im Historischen Lexikon der Schweiz.
- Staatsbildende Insekten, Beitrag von Klaus Mingers über Sophie Taeubers Marionetten zu “König Hirsch” im Museum Bellerive Zürich, erschienen in: Weltkunst, 15. November 1996, S. 2958-2959.